Ferienwohnung zur Post Postmuseum

Publikationen

Zukunft erfordert Veränderung - Nur im Osten Deutschlands?


(BoD, zur Leseprobe)

Die Gestaltung Europas wird immer wieder beschworen und gleichzeitig wird weiterhin die kostenaufwändige und innovationsfeindliche Kleinteiligkeit in Deutschland mit dem althergebrachten Berufsbeamtentum gepflegt. Dabei geht es nicht um die generelle Aufhebung des Föderalismus, sondern um Strukturanpassungen unter der Berücksichtigung der sich dynamisch verändernden Rahmenbedingungen durch den gesellschaftlichen Fortschritt und damit auch um die Anpassung des gelebten Föderalismus. Ein Unternehmen, das nicht stets seine Organisation hinterfragt und sich nicht entsprechend an den dynamischen Fortschritt anpasst, hätte ebenfalls ein Innovations- und Kostenproblem, wie unser Staat. Das Hinterfragen bestehender Strukturen und Traditionen war das Erfolgskonzept bei der Privatisierung der Bundespost. Im Vergleich mit den Ergebnissen der Deutschen Bahn wird jedoch deutlich, dass nicht die Privatisierung der Erfolgsfaktor war. Im Gegenteil. Die privatisierte Telekom und ihre Konkurrenten haben nur noch dort in das Mobilfunknetz investiert, wo es sich im Rahmen der Gewinnmaximierung lohnte. Der Erfolg der Post stellte sich alleinig mit der Abkehr von althergebrachten Behördenstrukturen, Denken und Traditionen ein. Ein großes Potenzial für einen reformierten Staat zur Stärkung der Daseinsvorsorge, anstelle deren stetigen Reduzierung in der Vergangenheit und bei der neuen Finanzlage nach Corona auch in der Zukunft. Im Gegensatz zur Post unterliegt der Staat nicht einer Gewinnmaximierung. Mit neuen Reformen könnte die Daseinsvorsorge des Staates nicht weiter abgebaut, sondern ausgebaut werden.
Das Buch "Zukunft erfordert Veränderung - Nur im Osten Deutschlands?" beschäftigt sich mit solchen Themen aus meiner ostdeutschen Sicht. Insbesondere mit den verkrusteten Behördenstrukturen, deren Ursprung in der Kaiserzeit liegen. Sie behindern die Innovation zur Gestaltung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen im Zeitalter der Globalisierung und Digitalisierung. Sie sind teuer und verstärken den Fachkräftemangel für die wertschöpfenden Bereiche unserer Gesellschaft. Im Buch werden Episoden und Erfahrungen aus meinem Leben in der DDR beschrieben, die letztendlich nach dem Beitritt nicht fallengelassen, sondern mitgenommen wurden und meine Wahrnehmungen prägten. Die Wendezeit und der Umbau der Bundesbehörde Post, in Einbeziehung und Aktivierung der Beamtenorganisation ist ein weiterer Schwerpunkt. Zusätzlich werden Erlebnisse aus dem Alltag an meinen Erfahrungen beim Wandel der Post von einer Behörde zu einem Unternehmen gespiegelt. Es wird an vielfältigen Beispielen versucht zu begründen, dass mit der Messlatte einer konsequenten Bürgerorientierung eine Reform der öffentlichen Verwaltung mit dem althergebrachten Beamtenrecht eine bessere Balance zwischen Bürgerinteressen und dem Agieren der Unternehmen zur Erhaltung der Demokratie gewährleistet werden kann. Es werden Widersprüche zwischen Anspruch und Wirklichkeit dargelegt. Zum Beispiel, dass nicht nur höhere Löhne die Pflegesituation verbessern, da der bestehende § 84 des XI. Sozialgesetzbuches erst mit zu dem Mangel an Pflegern in der stationären Altenpflege geführt hat und weiter die Kostenminimierung zu Lasten der Pfleger und Bewohner begünstigt. Oder, dass sich auch Vermögende freiwillig finanziell engagieren und daher keine Reichensteuer fürchten. Im Gegensatz zu denen, die in der rücksichtslosen Anhäufung von Reichtum ihre Befriedigung finden.

Das Gehlberger Postamt-Museum -
Blitzlichter zur Postgeschichte


https://dgpt.org/das-gehlberger-postamt-museum/

In dem Buch wird die Ausstellung im Postamt-Museum von Gehlberg beschrieben. Der Leser wird durch die Ausstellung und durch die Räume des 1903 als Kaiserliches Postamt eröffneten Amtes, geführt. Dabei kann nachvollzogen werden, wie einst der Postbetrieb funktionierte. Dabei wird der Leser an Details selbst erlebter oder an mitgestalteten Entwicklungen im Postwesen erinnert. Die Broschüre geht über das Anliegen eines Museumsführers hinaus. Sie ist vielmehr ein straffer, durch "Blitzlichter" markierter Abriss der Geschichte der Post in Deutschland. Von ihren Anfängen, der Thurn und Taxisschen Post am Ende des 15. Jahrhunderts, bis in die jüngere Zeit, da das Poststrukturgesetz am 1. Juli 1989 den Weg der Post zur Aktiengesellschafft ebnete. "Blitzlichter", das sind Schwerpunkte, die die Entwicklung der Post prägten, wie die mit der Erfindung der Briefmarke verbundene Philatelie, deren Präsentation im Postamt viele Besucher staunen lässt, die Postkutschenzeit oder die Post im Kaiser- und im Dritten Reich bis zur Kapitulation 1945. Breiteren raum wird in der Broschüre der Post unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg in der sowjetischen Besatzungszone und danach in der DDR eingeräumt. Dazu gehören zum Beispiel die "Stunde Null" bei der Reichspostdirektion Erfurt, die ersten Briefmarken in Thüringen, die Gründung der Deutschen Post der DDR und ihre Besonderheiten, der zentrale Kurierdienst der DDR, der Postzeitungsvertrieb, Luft- und Raumfahrtbelege der DDR, Selbstbedienung und Automation bei der Deutschen Post, Postkontrolle in Ost und West und das Ende der DDR und ihre Post. Natürlich werden auch die gravierenden Veränderungen seit den 1990er-Jahren bearbeitet. Erinnert wird an den Fall der Mauer, an das Ende der Staatspost in Deutschland, an die Entwicklung des Filialnetzes nach der deutschen Wiedervereinigung und dem Aufbau eines Qualitätsmanagements für den Filialbereich mit dem Ziel des Wandels von einer Behördenpost zu einem kostendeckenden Unternehmen in Abkehr von alten Behördenstrukturen und Behördendenkens bis hin zum Verzicht auf den Beamtenstatus. Aber auch auf Widersprüche bei der Entwicklung der Post im Kontext der gesellschaftlichen Entwicklung wird aufmerksam gemacht. Die Broschüre hat einen Umfang von 144 Seiten und ist mit vielen farbigen Abbildungen von Exponaten aus der Museumsausstellung bestückt.

Die Broschüre zum Herstellungspreis inklusive Postversand von 12,50 €
können Sie bestellen bei:
Hartmut Trier
E-Mail: h.trier@t-online.de